Axel fotografiert. Das macht er seit Jahren. Schon als er ein Kind war, schätzte man seinen Blick und nutzte seine Aufnahmen als Postkartenmotive. Er hörte nie auf zu fotografieren, und schulte so seinen Blick. Sein Thema heute: Berlin - mittlerweile Heimat für ihn. Er erschließt sich unermüdlich die Stadt und entdeckt sie so ganz neu. Ein präziser, einfühlsamer Blick, der sympathisch-distanziert den von der Kamera eingefangenen Moment zeigt. Das zeichnet sowohl seine Porträts aus, als auch seine Architekturansichten.
Axel dokumentiert auf diese Weise - fast unabsichtlich - den Wandel Berlins, denn die Stadt verändert sich in rasanter Geschwindigkeit. Seine Fotografien erzählen Geschichte. Und Geschichten.
Neugierig macht er sich kundig, liest er sich ein, studiert historische Stadtansichten, erkundet die Stadt, sammelt Eindrücke, und sucht die Orte wieder auf, die er durch die alten Aufnahmen kennengelernt hat. Er ist stolz auf diese Bilder, die er aus dem gleichen Blickwinkel aufnehmen konnte, wie der Fotograf, der vor mehr als 100 Jahren lebte. Es freut ihn, dass Berlin trotz aller Veränderungen vieles von dem bewahren konnte, was sein Wesen ausmacht - trotzdem in dieser Stadt jeder Tag das Gestern zu schlucken scheint.
Axels Porträts sind ungeschminkt. Die Leute vertrauen ihm, weil sie spüren, dass er ihnen mit großer Zuneigung begegnet. Axel kennt die verschiedenen Facetten seiner Stadt. Und die ihrer Bewohner. Das zeigt sich in seinen authentischen, ehrlichen Bildern.
Axels Fotografien machen Lust auf Berlin. Ich freue mich, dass man jetzt an seinen stillen und eindrucksvollen Entdeckungen teilhaben kann.
Jost Hansen
Kunsthistoriker, Autor